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Die selige Elena Guerra – Apostelin des Heiligen Geistes

Guerra GZ für Web

Um die selige Elena Guerra (1835-1914) etwas bekannter zu machen, ist ab sofort ein kleines Faltblatt erhältlich, das den Lebensweg der italienischen Adeligen nachzeichnet und ihre große Mission beschreibt: den Heiligen Geist und seine Verehrung in der katholischen Kirche wieder mehr in den Blickpunkt zu rücken, damit sein Feuer in den Herzen der Menschen neu auflodern kann.

Wie die heilige Margareta Maria Alacoque (+1690) von Gott die Mission bekam, das heiligste Herz Jesu und die Herz-Jesu-Verehrung in der Kirche neu aufleben zu lassen, und wie die heilige Sr. Faustyna Kowalska (+1938) von Jesus berufen wurde wurde, die Heroldin seiner Barmherzigkeit zu sein, so wurde der seligen Elena Guerra die Aufgabe zuteil, „die Apostelin des Heiligen Geistes“ zu werden. Diesen Titel gab ihr der heilige Papst Johannes XXIII., als er Elena 1959 seligsprach und sie mit der Apostelin der Auferstehung – der heiligen Maria Magdalena – verglich.

Elena, die u.a. eine Mädchenschule gründete und Lehrerin der heiligen Gemma Galgani (+1903) war, gründete die Gemeinschaft der „Oblatinnen des Heiligen Geistes“ und war, wie der heilige Don Bosco (+1888) ihr bei einer Begegnung sagte, „mit einer goldenen Feder“ begabt. Unermüdlich versuchte sie, die Menschen durch Wort, Schriften und Tat zu Gott zu führen. Von Gott inspiriert, schrieb sie Briefe an Papst Leo XIII. mit der Bitte, die Kirche zu einer neuen Verehrung des Heiligen Geistes zu führen. Leo XIII., den die selige Elena „den Papst des Heiligen Geistes“ nannte, veröffentlichte daraufhin seine Heilig-Geist-Enzyklika Divinum Illud Munus.

Das Faltblatt enthält zwei kurze Gebete der seligen Elena Guerra zum Heiligen Geist:

O Jesus, sende deinen Geist und gieße ihn aus! Gewähre, dass er meine Seele durchdingt, entflammt und heiligt, so dass ich nur noch im Heiligen Geist lebe, so wie du, der du von der Krippe bis zum Kreuz einzig von der Liebe angetrieben gewirkt und gelitten hast.

Daher flehe ich unentwegt zu dir:

Sende deinen Geist! Sende ihn mir wie das Licht, das erleuchtet; wie den Lehrer, der belehrt; wie einen Führer, der den Weg zeigt; wie eine Quelle, die den Durst löscht, die reinigt und befruchtet; wie den Gefährten und Tröster auf dem Weg; wie ein Band, das mich immer in deiner Freundschaft bewahrt. Amen.

Das zweite kleine Gebet der seligen Elena lautet:

Überströme mich so sehr mit deinem Geist, dass mein Geist vom göttlichen Beistand aufgesogen wird und dass ich nur allein und immerfort aus dem Heiligen Geist lebe.

Die wichtigsten Eckdaten ihres Lebens und Wirkens werden auf dem Faltblatt genannt und laden dazu ein, sich die prophetischen und zutiefst vom Heiligen Geist druchdrungenen Schriften der seligen Elena zu eigen zu machen. Ihr ganzes Leben war ein einziges Herabrufen des Heiligen Geistes, eine Epiklese, ein Leben aus dem Geist von Pfingsten, tief verwurzelt im Abendmahlssaal.

Die kleinen Gebetsbildchen werden zu 50 oder 100 Stück abgegeben. Der Stückpreis liegt bei -,05 Euro. 50 Stück = 2,50 Euro plus Porto, 100 Stück = 5 Euro plus Porto.

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Ist das alles wahr?

In einer Zeit, in der das einzig Beständige die Tatsache zu sein scheint, dass sich stets alles verändert, suchen die Menschen Orientierung. In christlichen Kreisen kursieren diesbezüglich eine Vielzahl von „Botschaften“ – manche von anonymen Verfassern, andere von sogenannten Begnadeten. Die entscheidende Frage lautet: Ist all das, was da als Wort des Himmels bezeichnet wird, wirklich wahr?

Es geht um die Unterscheidung der Geister: Woran kann man wahre Propheten oder Seher von falschen unterscheiden? Mit dieser Frage setzte sich auch die junge Kirche noch zu Lebzeiten der Apostel auseinander. Wer die apostolischen Briefe im letzten Teil der Bibel aufmerksam liest, wird bemerken, dass gerade Paulus nachdrücklich vor falschen Aposteln warnt, vor betrügerischen Arbeitern, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen (vgl. 2 Kor 11, 13-15). In seinem Brief an die Galater beschwört Paulus seine junge Gemeinde geradezu leidenschaftlich, nicht falschen Lehren und einem „anderen Evangelium“ nachzulaufen (vgl. Gal 1, 6ff).

Heute, nach knapp zwei Jahrtausenden, scheint dieses Problem nichts an Aktualität eingebüßt zu haben. Die kleine Herde Christi wird nicht nur herausgefordert durch den Zeitgeist und anti-christliche Ideologien. Es ist die wachsende Zahl von falschen Propheten, die der Herde auch von innen her stark zusetzen. Es sind nicht die schönen, gut klingenden Worte der falschen Propheten, die der Herde schaden, sondern die dazwischen gewobenen „giftigen“ Inhalte: Da werden Ängste geschürt und wird Misstrauen gegenüber dem rechtmäßigen Hirten (Papst) gesät, und all dies gewürzt mit Irrlehren, Falschaussagen und Verschwörungstheorien.

Es wäre jedoch falsch zu meinen, alle „Botschaften“ und Mystiker, Seher oder Begnadeten seien falsche Propheten. Ein Blick in die Kirchengeschichte zeigt, dass Gott immer durch einzelne Personen zur Menschheit gesprochen hat, um uns Rat und Führung zu geben oder auch auf Irrwege hinzuweisen. Die Kirche prüft diese Menschen und ihre „Botschaften“ mit Bedacht und Akribie. Das ist gut so! Bis das Schlusswort der Kirche über die einzelnen Begnadeten und ihre Botschaften gesprochen ist, sollten wir unbedingt den guten Rat des Apostels Paulus beherzigen: „Prüfet alles, das Gute behaltet!“ Viele jedoch behalten alles, ohne jede Prüfung.

Eine Prüfung ist nur möglich, wenn man den Glauben und die Lehre der Kirche gut kennt. Wer selten in der Heiligen Schrift liest und den Katechismus noch seltener aufschlägt, hat keine guten Karten. Wer jedoch die Evangelien verinnerlicht hat und die Demut besaß, sich die vom Heiligen Geist inspirierte Lehre der Kirche anzueignen, ist bei der Unterscheidung der Geister klar im Vorteil. Dabei sollte es aber nicht vordringlich darum gehen, falsche Propheten und „Botschaften“ harsch zu verurteilen, denn auch bei der Unterscheidung der Geister sind wir nicht dispensiert vom Gebot der Liebe. Allerdings wäre es ebenso verkehrt, andere nicht vor falschen Propheten oder falschen „Botschaften“ zu warnen nach dem Motto: „Jedem das Seine. Bin ich der Hüter meines Bruders?“ Wer feststellt, dass ein Weg zum Abgrund oder in den Sumpf führt, und andere Wanderer auf der Strecke nicht warnt, macht sich mitschuldig an ihrem Absturz oder Unfall.

Sowohl in der Heiligen Schrift als auch im Leben der Heiligen finden sich viele Anhaltspunkte und Kriterien, anhand derer wir auch heute herausfinden können, ob die aktuell kursierenden „Botschaften“ glaubwürdig sind. Wir sind eingeladen, uns von der Mutter Kirche und unseren Freunden, den Heiligen, unterrichten zu lassen. Wer sich die Mühe macht, die Unterscheidungskriterien der Kirche zu studieren, wird es gewiss nicht bereuen und feststellen, dass der „Unterricht“ viel interessanter und bereichernder ist als gedacht!

Zur Vertiefung empfehlen wir das Buch zum Thema „Unterscheidung der Geister“: Prophetie damals und heute.